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Was macht das Gestell eines Faltpavillons wirklich stabil?
Stabilitätsfaktoren & Testergebnisse

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Auf den ersten Blick sehen sich viele Faltpavillons erstaunlich ähnlich. Standbeine, Scherengestänge und Dachkonstruktion unterscheiden sich optisch oft nur wenig. Bei genauerem Hinsehen können die Unterschiede bei Stabilität, Gewicht und Langlebigkeit jedoch erheblich sein.

Dabei ist eine besonders hohe Materialstärke allein noch kein Beleg für ein besonders stabiles Gestell. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aus Material, Aluminiumlegierung, Profilgröße, Wandstärke, Profilgeometrie, Scherengestänge und Verbindungselementen.

Doch worauf sollte man beim Vergleich tatsächlich achten?

Stahl oder Aluminium – welches Gestell eignet sich besser?

Eine der ersten Fragen betrifft das Material des Gestells. Auf dem Markt werden Faltpavillons sowohl mit Stahl- als auch mit Aluminiumgestellen angeboten.

Stahl besitzt eine hohe Festigkeit und Steifigkeit und ermöglicht robuste Konstruktionen. Ein Nachteil bei mobilen Faltpavillons ist jedoch das vergleichsweise hohe Gewicht. Soll ein Pavillon regelmäßig transportiert sowie auf- und abgebaut werden, macht sich jedes zusätzliche Kilogramm bemerkbar.

Hinzu kommt das Thema Korrosion. Stahl benötigt einen entsprechenden Oberflächenschutz, beispielsweise durch Verzinkung oder Beschichtung. Wird dieser Schutz beschädigt, kann Korrosion entstehen.

Aluminium bietet dagegen ein besonders interessantes Verhältnis aus Belastbarkeit und geringem Gewicht und ist zudem sehr korrosionsbeständig. Gerade für professionelle Faltpavillons, die häufig bewegt und aufgebaut werden, sind dies wichtige Eigenschaften.

Aluminium ist nicht gleich Aluminium

Auch die Bezeichnung „Aluminiumgestell“ allein sagt noch wenig über dessen Qualität aus. Aluminium gibt es in unterschiedlichen Legierungen und Werkstoffzuständen. Diese beeinflussen unter anderem die mechanische Festigkeit des Materials.

Ein Beispiel ist die häufig für Strangpressprofile verwendete Aluminiumlegierung 6063. Hier gibt es unter anderem die Werkstoffzustände T5 und T6.

Nach veröffentlichten Werten für EN AW-6063 gemäß EN 755-2 erreichen stranggepresste Profile in T6 höhere Mindestwerte bei Zugfestigkeit und 0,2-%-Dehngrenze als entsprechende T5-Profile. Für typische Profilabmessungen werden beispielsweise mindestens 215 MPa Zugfestigkeit und 170 MPa Dehngrenze bei T6 gegenüber 175 MPa und 130 MPa bei T5 angegeben. Die konkreten Mindestwerte sind von Profilart und Abmessungen abhängig.

Bei den Duratent Gestellen kommt deshalb 6063-T6 Aluminium zum Einsatz. Aber auch hier gilt: Die Aluminiumlegierung allein entscheidet noch nicht über die Stabilität des fertigen Standbeins.

Warum die Materialstärke allein wenig aussagt

Beim Vergleich von Faltpavillons wird häufig besonders prominent mit der Wandstärke der Aluminiumprofile geworben. 1,5 mm, 2 mm oder 2,5 mm – schnell entsteht der Eindruck: Je dicker das Aluminium, desto stabiler das Gestell.

So einfach ist es jedoch nicht. Eine höhere Wandstärke bedeutet zunächst einmal mehr Material. Das kann die Belastbarkeit erhöhen, führt aber gleichzeitig zu mehr Gewicht und einem höheren Materialeinsatz. Für die Belastbarkeit eines Profils ist ebenso entscheidend, wo und in welcher Form das Material eingesetzt wird.

Profilgröße und Profilgeometrie haben erheblichen Einfluss darauf, wie sich ein Bauteil unter Belastung verhält. Versteifungen können beispielsweise gezielt an konstruktiv wichtigen Stellen eingesetzt werden. Deshalb ist es wenig sinnvoll, die Qualität zweier Faltpavillons ausschließlich anhand ihrer Wandstärke miteinander zu vergleichen.

Mehr Material bedeutet nicht automatisch eine proportional höhere Belastbarkeit.

Profilgröße und Profilgeometrie spielen eine wichtige Rolle

Neben der Materialstärke sollte deshalb immer das komplette Profil betrachtet werden.

Beim Duratent Hexa40 kommen beispielsweise 45-mm-Sechskantprofile aus 6063-T6 Aluminium mit 1,5 mm Materialstärke zum Einsatz. Zusätzlich befinden sich im Profil integrierte Versteifungsrippen. Diese erhöhen die Profilsteifigkeit und ermöglichen einen gezielten Materialeinsatz. Gleichzeitig unterstützen sie die Führung des innenliegenden Teleskopprofils.

Das folgt einem wichtigen Konstruktionsprinzip:

Material sollte nicht einfach möglichst großzügig, sondern dort eingesetzt werden, wo es konstruktiv den größten Nutzen bringt. Ein intelligent konstruiertes Profil kann dadurch ein gutes Verhältnis zwischen Belastbarkeit und Gewicht erreichen.

Testergebnisse: Was hält ein Standbein tatsächlich aus?

Technische Angaben wie Aluminiumlegierung, Profilgröße und Materialstärke sind wichtige Orientierungspunkte. Letztlich interessiert den Anwender jedoch vor allem eine Frage: Was hält das Standbein tatsächlich aus? Genau hier werden Testergebnisse interessant.

Während beispielsweise eine Wandstärke von 1,5 oder 2,5 mm lediglich eine einzelne Eigenschaft eines Profils beschreibt, zeigt ein Biegetest, wie sich die konkrete Profilkonstruktion unter Belastung verhält. Dabei wirken Materialqualität, Profilgröße, Materialstärke und Profilgeometrie gemeinsam. Für die Standbeine der Duratent Gestellserien Hexa40 und Hexa50 wurden deshalb Biegetests durchgeführt.

Hexa40: 4.974 N im Biegetest

Das Standbein des Duratent Hexa40 erreichte im Biegetest eine Belastung von: 4.974 Newton

Damit liegt neben den einzelnen technischen Angaben – 6063-T6 Aluminium, 45-mm-Sechskantprofil, 1,5 mm Materialstärke und integrierte Versteifungsrippen – auch ein konkretes Testergebnis für die Belastbarkeit des getesteten Profils vor.

Hexa50: 9.415 N im Biegetest

Das Duratent Hexa50 ist für besonders anspruchsvolle Einsatzbereiche ausgelegt und entsprechend stärker dimensioniert. Das äußere Standbein erreichte im Biegetest: 9.415 Newton

Die Testergebnisse zeigen damit sehr deutlich, warum technische Einzelwerte nicht isoliert betrachtet werden sollten. Entscheidend ist letztlich, welche Belastbarkeit die jeweilige Profilkonstruktion als Ganzes erreicht.

Ein starkes Standbein allein macht noch keinen stabilen Faltpavillon

Die Standbeine sind allerdings nur ein Teil des Gestells.

Ein besonders massiv konstruiertes Standbein bringt für die Gesamtstabilität nur begrenzte Vorteile, wenn beispielsweise das Scherengestänge, Gelenke, Verbinder oder Verriegelungen wesentlich früher ihre Belastungsgrenze erreichen.

Deshalb sollte Material gezielt an den Stellen eingesetzt werden, an denen innerhalb der Gesamtkonstruktion hohe Belastungen auftreten.

Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei das Scherengestänge.

Warum das Scherengestänge so wichtig ist

Die Scheren verbinden die einzelnen Standbeine miteinander und bilden gleichzeitig einen wesentlichen Bestandteil der Dachkonstruktion.

Bei jedem Auf- und Abbau werden sie bewegt. Im aufgebauten Zustand müssen sie auftretende Kräfte aufnehmen und innerhalb der Konstruktion weiterleiten.

Beim Vergleich verschiedener Faltpavillons sollte deshalb auch beim Scherengestänge auf mehrere Faktoren geachtet werden:

  • Größe und Dimensionierung der Scherenprofile
  • Materialstärke
  • Profilgeometrie
  • konstruktive Verstärkungen
  • Gelenk- und Verbindungspunkte
  • Verarbeitung und Passgenauigkeit

Ein sehr stark dimensioniertes Standbein in Kombination mit einem vergleichsweise schwachen Scherengestänge ergibt noch kein optimal abgestimmtes Gestell.

Doppelwandig verstärkte Scheren beim Hexa40

Beim Duratent Hexa40 kommen 26 × 13 mm große Scherenprofile mit 1,5 mm Materialstärke zum Einsatz.

Eine Besonderheit ist die doppelwandige Verstärkung der Scheren.

Anstatt die Materialstärke sämtlicher Komponenten pauschal zu erhöhen, wird das Scherenprofil damit gezielt verstärkt.

Welche Auswirkung diese Konstruktion haben kann, zeigen die Testergebnisse:

Doppelwandig verstärkte Schere: 4.322 N

Getestete unverstärkte Schere: 2.984 N

Damit erreichte die doppelwandig verstärkte Ausführung im Biegetest eine rund 45 % höhere Belastbarkeit als die getestete unverstärkte Ausführung.

Das Ergebnis verdeutlicht, warum Profilkonstruktion und gezielte Verstärkungen bei der Beurteilung eines Gestells mindestens genauso interessant sind wie die reine Wandstärke.

Doppelwandig verstärkte Scheren beim Hexa50: Testergebnis 7.784 N

Auch beim stärker dimensionierten Duratent Hexa50 wurde das Scherengestänge einem Biegetest unterzogen.

Das Ergebnis:

7.784 Newton

Zusammen mit den 9.415 N des äußeren Standbeins liegen damit für beide wesentlichen Gestellkomponenten konkrete Testergebnisse vor.

Das Hexa50 zeigt gleichzeitig sehr gut, warum bei einem besonders belastbaren Faltpavillon nicht nur die Standbeine stärker ausgelegt werden sollten. Standbeine und Scherengestänge müssen konstruktiv aufeinander abgestimmt sein.

Verbinder und Gelenke – entscheidende Punkte der Gesamtkonstruktion

Neben Standbeinen und Scherengestänge spielen auch die Verbinder und Gelenke eine wichtige Rolle für die Belastbarkeit und Langlebigkeit eines Faltpavillons.

An diesen Punkten treffen verschiedene Gestellkomponenten aufeinander und auftretende Kräfte müssen zuverlässig übertragen werden. Gleichzeitig werden die Gelenke bei jedem Auf- und Abbau bewegt und sind damit regelmäßig mechanischen und dynamischen Belastungen ausgesetzt.

Entscheidend ist deshalb nicht, ob ein Verbinder grundsätzlich aus Kunststoff oder Metall besteht. Viel wichtiger ist, welcher Werkstoff verwendet wird und ob dieser für die jeweilige Konstruktion und Belastung geeignet ist.

Hexa40: glasfaserverstärkte PA66-GF30-Verbinder

Beim Duratent Hexa40 bestehen die stark beanspruchten Verbinder aus PA66-GF30, einem technischen Konstruktionskunststoff auf Basis von Polyamid 66, der mit 30 % Glasfasern verstärkt wird.

Durch die Glasfaserverstärkung erhält das Material eine hohe Festigkeit, Steifigkeit und Formstabilität. Auch bei wiederkehrenden mechanischen und dynamischen Belastungen ist der Werkstoff sehr widerstandsfähig.

Gleichzeitig ermöglicht PA66-GF30 ein geringes Bauteilgewicht bei hoher mechanischer Leistungsfähigkeit – ein wichtiger Vorteil bei einem mobilen Faltpavillon, der regelmäßig transportiert sowie auf- und abgebaut wird.

Damit folgt auch die Materialwahl der Hexa40-Verbinder dem grundlegenden Konstruktionsprinzip des Gestells: hohe Belastbarkeit ohne unnötiges zusätzliches Gewicht.

Hexa50: massive Verbinder aus ADC12-Aluminium-Druckguss

Das Hexa50 ist für besonders anspruchsvolle Einsatzbereiche ausgelegt. Entsprechend kommen bei den stark beanspruchten Verbindern und Gelenken massive Bauteile aus ADC12-Aluminium-Druckguss zum Einsatz.

ADC12 ist eine Aluminium-Druckgusslegierung, die sich durch hohe Festigkeit, Härte und Formstabilität auszeichnet und auch für anspruchsvolle technische Bauteile im Maschinenbau und in der Automobilindustrie eingesetzt wird.

Die Materialkennwerte verdeutlichen die Eigenschaften:

  • Zugfestigkeit: 325 MPa – maximale Zugspannung, die das Material aushält
  • Streckgrenze: 170 MPa – Spannung, ab der eine dauerhafte Verformung einsetzt
  • Härte: 80 HBS – Widerstand des Materials gegen Eindrücken und bleibende Verformung

Der präzise Aluminium-Druckguss ermöglicht massive und formstabile Verbinder für hoch beanspruchte Gelenkpunkte.

Zusätzlich verfügen die Bauteile über eine hochwertige Pulverbeschichtung, die für eine langlebige und widerstandsfähige Oberfläche sorgt.

Hexa40 und Hexa50 zeigen damit zwei unterschiedliche konstruktive Ansätze: Beim mobilen Hexa40 ermöglicht glasfaserverstärktes PA66-GF30 eine Kombination aus hoher Belastbarkeit und geringem Gewicht. Beim stärker dimensionierten Hexa50 kommen massive ADC12-Aluminium-Druckgussverbinder für besonders hoch beanspruchte Verbindungspunkte zum Einsatz.

Entscheidend ist auch hier nicht eine einzelne Materialangabe, sondern wie Werkstoff, Dimensionierung und Konstruktion auf das jeweilige Gestellsystem abgestimmt sind.

Gute Scheren müssen nicht nur stabil sein

Beim Scherengestänge gibt es noch einen weiteren Aspekt, der häufig unterschätzt wird: den Schutz der Dachplane.

Beim Zusammenfalten des Pavillons kommen Scherenprofile und Dachplane zwangsläufig eng miteinander in Kontakt. Scharfkantige Profile oder ungünstige Abstände können dazu führen, dass die Plane eingeklemmt wird oder mit der Zeit Scheuerstellen entstehen.

Die Scheren des Duratent Hexa40 sind deshalb mit abgerundeten Kanten konstruiert. Zudem sorgt ein größerer Abstand zwischen den Scheren dafür, das Risiko des Einklemmens der Dachplane zu reduzieren.

Eine gute Konstruktion sollte also nicht nur möglichst belastbar sein, sondern gleichzeitig das Zusammenspiel mit den übrigen Komponenten berücksichtigen.

Stabilität ist immer das Ergebnis der Gesamtkonstruktion

Standbeine und Scheren zeigen bereits, warum es schwierig ist, die Stabilität eines Faltpavillons anhand einer einzelnen Zahl zu beurteilen.

Ein professionelles Gestell besteht aus zahlreichen Komponenten:

Standbeine, Teleskopprofile, Scheren, Gelenke, Verbinder, Verriegelungen und Fußplatten.

Diese Bauteile müssen gemeinsam auftretende Kräfte aufnehmen und weiterleiten.

Wird nur ein einzelnes Bauteil extrem massiv ausgeführt, während andere Komponenten deutlich schwächer dimensioniert sind, entsteht dadurch nicht automatisch ein besonders stabiles Gesamtgestell.

Eine gute Konstruktion verfolgt deshalb einen anderen Ansatz:

Material gezielt dort einsetzen, wo es für die Belastbarkeit der Gesamtkonstruktion den größten Nutzen bringt.

Das verhindert gleichzeitig unnötiges Gewicht.

Denn gerade bei einem Faltpavillon spielt neben der Stabilität auch die Mobilität eine wichtige Rolle. Das Gestell muss transportiert, getragen sowie regelmäßig auf- und abgebaut werden können.

Worauf sollte man beim Kauf eines stabilen Faltpavillons achten?

Wer zwei Faltpavillons miteinander vergleichen möchte, sollte deshalb nicht nur auf eine einzelne technische Angabe achten.

Aussagekräftiger ist die Kombination verschiedener Merkmale:

  • Material: Wird Stahl oder Aluminium eingesetzt und welche Vor- und Nachteile ergeben sich daraus?
  • Aluminiumqualität: Welche Legierung und welcher Werkstoffzustand werden verwendet?
  • Profilgröße: Wie groß sind Standbeine und Scheren dimensioniert?
  • Materialstärke: Wie stark sind die Profilwände?
  • Profilgeometrie: Wie ist das Material innerhalb des Profils verteilt und gibt es konstruktive Versteifungen?
  • Scherengestänge: Wie sind die Scheren dimensioniert und werden besonders beanspruchte Bereiche verstärkt?
  • Verbindungen: Aus welchen Werkstoffen bestehen Gelenke und Verbinder, wie sind sie dimensioniert und sind Material und Konstruktion auf die auftretenden Belastungen abgestimmt?
  • Testergebnisse: Gibt es nachvollziehbare Belastungs- oder Biegetests, die über reine Datenblattangaben hinausgehen?

Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren ermöglicht eine sinnvolle Beurteilung der Gestellqualität.

Die Duratent Testergebnisse im Überblick

Die Biegetests der Duratent Gestellkomponenten zeigen die Unterschiede zwischen den beiden Modellreihen:

Duratent Biegetest-Ergebnisse für Standbeine und Scherengestänge
Modell Getestetes Bauteil Testergebnis Einordnung
Duratent Hexa40 Standbein 4.974 N 6063-T6 Aluminium, 45-mm-Sechskantprofil
Duratent Hexa40 Doppelwandig verstärkte Schere 4.322 N Im Test rund 45 % belastbarer als die getestete unverstärkte Ausführung
Vergleichsschere Unverstärkte Schere 2.984 N Referenzwert des Vergleichstests
Duratent Hexa50 Äußeres Standbein 9.415 N Stärker dimensionierte Gestellkonstruktion
Duratent Hexa50 Scherengestänge 7.784 N Auf das Standbein abgestimmte Konstruktion

Die Werte sollten dabei nicht als direkter Vergleich unterschiedlicher Einzelmaterialien verstanden werden. Hexa40 und Hexa50 sind unterschiedlich dimensionierte Gestellkonstruktionen.

Die Testergebnisse zeigen vielmehr, welche Belastung die jeweils getesteten Bauteile unter den jeweiligen Testbedingungen erreicht haben.

Fazit: Nicht die größte Zahl entscheidet

Ein stabiles Faltpavillon-Gestell lässt sich nicht anhand einer einzelnen Zahl beurteilen.

Stahl ermöglicht robuste Konstruktionen, bringt allerdings ein höheres Gewicht und einen größeren Bedarf an Korrosionsschutz mit sich. Aluminium bietet für mobile Faltpavillons dagegen ein besonders interessantes Verhältnis aus Belastbarkeit, geringem Gewicht und Korrosionsbeständigkeit.

Doch auch Aluminium ist nicht gleich Aluminium.

Legierung, Wärmebehandlung, Profilgröße, Materialstärke und Profilgeometrie müssen zusammenpassen. Ebenso entscheidend sind Scherengestänge, Gelenke und Verbinder, denn ein besonders starkes Standbein allein macht noch kein belastbares Gesamtgestell.

Duratent verfolgt deshalb den Ansatz, Material gezielt dort einzusetzen, wo es konstruktiv sinnvoll ist. Beim Hexa40 zeigt sich dies beispielsweise an den 6063-T6 Aluminiumprofilen, den 45-mm-Sechskant-Standbeinen mit integrierten Versteifungsrippen, den doppelwandig verstärkten Scheren und den glasfaserverstärkten PA66-GF30-Verbindern.

Das Hexa50 ist für höhere Belastungen entsprechend stärker dimensioniert. Hier kommen neben dem stärkeren Standbein und Scherengestänge massive ADC12-Aluminium-Druckgussverbinder an den stark beanspruchten Gelenkpunkten zum Einsatz.

Die Testergebnisse von bis zu 9.415 N beim Standbein und 7.784 N beim Scherengestänge des Hexa50 sowie 4.974 N und 4.322 N beim Hexa40 ergänzen die technischen Daten um konkrete Messwerte.

Denn beim Vergleich eines Faltpavillons sollte die entscheidende Frage nicht lauten:

„Welches Gestell hat die größte Wandstärke?“

Sondern:

„Wie gut sind Material, Profilkonstruktion, Scherengestänge und Verbindungen aufeinander abgestimmt – und was hält die Konstruktion tatsächlich aus?“